Ich möchte das Thema WhatsApp hier auch kurz ansprechen, nachdem mir der Datenschutz meiner Kunden wichtig ist. Außerdem verlangt die DSGVO dezidiert, dass man Kundendaten schützt – und das gilt auch für Daten am Handy oder Tablet!

Gleich vorweg: PRIVAT KANN MAN RUHIG BEI WHATSAPP BLEIBEN….

THEMATIK: WHATS APP WARNUNG

In einer WhatsApp Warnmeldung weist der Messenger, der zu Facebook gehört, auf seine aktualisierten Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinie hin. Diese erlaubt WhatsApp Nutzerdaten für Werbezwecke mit allen Facebook-Unternehmen zu teilen – wie Facebook jedoch klar stellte nur außerhalb Europas. Innerhalb Europas sei die Weitergabe von Nutzerdaten an Facebook-Unternehmen für Werbezwecke weiterhin nicht gestattet, versichert Niamh Sweeney auf Twitter.

Wer die neuen Regelungen, die mit dem 8. Februar in Kraft treten, nicht akzeptiere, könne alternativ seinen WhatsApp-Account löschen, heißt es in der Mitteilung.

WHATSAPP BERUFLICH RISKANT (DSGVO)

Während mit der Aktualisierung die bisher mögliche Option, die Datenweitergabe zu verweigern, für Nutzer außerhalb Europas wegfällt, ist es für EU- und Europa-Nutzer weiterhin möglich, ihre Rechte nach der DSGVO auszuüben. Dafür müssen Nutzer jedoch ein Schreiben (!) an WhatsApp verfassen, in dem umfangreiche Daten ausgewiesen und die Unterlassung der Datenweitergabe argumentiert werden müssen. Also ist es besser, WhatsApp am Firmenhandy oder Firmen Desktop NICHT mehr zu benutzen!

VERSCHLÜSSELUNG & TRANSPARENZ

Geht es um die Sicherheit von Messengern, ist der Begriff: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2E) unumgänglich. Ein für die Privatsphäre essenzielles Konzept. Die Nachrichten werden direkt beim Sender exklusiv für den Empfänger verschlüsselt, sogar der Servicebetreiber hat keinerlei Einblick in die Inhalte. Er sieht zwar, dass kommuniziert wird, aber eben nicht, was. Alle Messenger bieten diese E2E an! Dank Apple gibt ist es ab sofort Datenschutz-Transparenz von Programmen und Apps. Seit kurzem verlangt der iPhone-Hersteller bei jedem Programm im App Store eine detaillierte Angabe von Datenschutzinformationen. Es bietet sich damit ein hervorragender Überblick – eine Art Pendant zu den Nährwertangaben auf den Verpackungen von Lebensmitteln.

Der Vergleich zwischen Signal und Whatsapp könnte dabei kaum drastischer sein. Ist doch die Liste an persönlich identifizierbaren Daten, die Facebook bei seiner App sammelt, ganz schön lang. Neben Dingen, die sich kaum vermeiden lassen, wie die eigene Telefonnummer, werden auch die Kontakte, Nutzungs- sowie Diagnosedaten, eindeutige Hardware-Identifikatoren (also die Device ID) und Informationen zu Bezahldiensten und konkreten Käufen auf den Servern von Facebook gespeichert. Der Standort wird ebenfalls ermittelt, wenn auch nicht laufend und nur ungefähr, wie der Betreiber selbst betont. Bei Signal findet sich an dieser Stelle nur ein einziger Eintrag, und selbst der ist nicht eindeutig auf eine konkrete Person rückführbar – zumindest nicht für Signal selbst. Konkret geht es dabei um die Speicherung der Telefonnummer, die als Basis für den Account dient, dies in Kombination mit dem Registrierungsdatum und dem Zeitpunkt der letzten Nutzung.

WHATSAPP-ALTERNATIVE TELEGRAM

Telegram ist eine der meistgenannten Alternativen zu WhatsApp und gilt als sicher – aber nur, wenn der Nutzer das explizit einstellt und die sogenannten geheimen Chats benutzt. Reguläre Chats sind zwar dennoch verschlüsselt, werden aber durch die Cloud-Funktion auf Telegram-Servern zwischengespeichert und könnten dort vom Anbieter theoretisch entschlüsselt werden.
Wer Telegram allerdings nicht aufgrund der Sicherheit, sondern der zusätzlichen Funktionen wegen nutzt, ist hier gut aufgehoben. Der Messenger bietet nicht nur Gruppen mit bis zu 250.000 Mitgliedern und Filesharing für große Dateien, sondern auch Bots, mit denen sich die Funktionalität noch erweitern lässt. Zudem sind sämtliche gängigen Chatfeatures mit an Bord.

WHATSAPP-ALTERNATIVE SIGNAL

Whistleblower Edward Snowden empfiehlt den Messenger seit Jahren und auch Tesla-Chef und reichster Mann der Welt, Elon Musk, hat sich kürzlich für die Nutzung von Signal ausgesprochen. Vor allem die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung spricht für sich: Signals Protokoll ist Open Source und kommt dank seiner hohen Sicherheit auch unter anderem bei WhatsApp zum Einsatz. Zudem werden hier nicht nur Chats und Medien, sondern auch die Metadaten verschlüsselt.

Signal wurde mit dem Gedanken entwickelt, einen komplett sicheren Messenger anzubieten, und stammt aus der Feder einer gemeinnützigen Organisation. Sowohl App- und Servercode sind quelloffen und die App erhält laufend neue Features. Wer von WhatsApp zu Signal wechselt, dürfte kaum eine Funktion vermissen – sogar verschlüsselte Videoanrufe sind mit an Bord.

WHATSAPP CONCLUSIO

Nur wer WhatsApp beruflich nutzt, sollte auf eine Alternative wie SIGNAL, TELEGRAM oder THREEMA wechseln. Privat kann man ruhig bei WhatsApp bleiben!

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